Artikel Schöfweg

Ein Fahrzeug, flexibel wie die Feuerwehr

Unter der großen Beteiligung zahlreichen Vereine und umliegender Feuerwehren, konnte Pfarrer Josef Huber das neue Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Schöfweg segnen. Er erbat den Schutz Gottes für das Fahrzeug und alle Menschen, die damit arbeiten. Kreisbrandinspektor Thomas Thurnreiter dankte  Schöfweg, die als eine der ersten kleineren Gemeinden ein solches Fahrzeug beschaffen konnte. Sie seien Wegbereiter für einige andere Gemeinden.

„Menschen, die sich in Vereinen engagieren, machen die gleiche Erfahrung: Nicht alles fällt auf fruchtbaren Boden“, nimmt Pfarrer Josef Huber in seiner Predigt Bezug auf das Gleichnis vom Sämann, dass er zuvor als Evangelium verlesen hatte, „wir können nur säen, wachsen lässt es Gott allein.“ Mit der Wieskirch-Messe von Herbert Langer gestaltete die Blaskapelle Innernzell musikalisch sehr eindrucksvoll.

Auf dem Marienplatz vor der Schöfweger Pfarrkirche haben sich an diesem Sonntag zahlreiche Menschen eingefunden, um einen besonderen Erfolg zu feiern und um Gottes Segen zu bitten. Die Schöfweger Feuerwehr hat ein neues Fahrzeug bekommen, ein Gerätewagen Logistik ersetzt das in die Jahre gekommene Mehrzweckfahrzeug. Dass die Anschaffung eines solchen Fahrzeuges nicht alltäglich ist, bekamen die Schöfweger Feuerwehrler schon zu Beginn zu spüren. Förderfähig sei nur ein Mehrzweckfahrzeug. Doch beim Katastropheneinsatz in Passau im Jahr 2015 lernten die Schöfweger die Vorteile eines solchen flexibel einsetzbaren Fahrzeugs kennen, berichtet Kommandant Markus Weiß. Mit Hilfe der Kreisbrandinspektion konnte die Förderstelle an der Regierung von Niederbayern von der Sinnhaftigkeit der Anschaffung überzeugt werden. Ein besonderer Dank galt dem Gemeinderat für den Beschluss, dass auf Grund der Höhenlage der Gemeinde am Brotjacklriegel nur ein Fahrzeug mit Allradantrieb angeschafft werden sollte. Damit sei die Schöfweger Feuerwehr ein Vorreiter für andere Feuerwehren gleicher Größe, denn nun hätten bereits drei andere Gemeinden die Beschaffung eines ähnlichen Fahrzeugs beschlossen, berichtete Kreisbrandinspektor Thomas Thurnreiter. Er bezeichnete den neuen Gerätewagen Logistik als sinnvolle und wichtige Ergänzung des vorhandenen Fuhrparks.

Für das Fahrzeug konnte die Regierung von Niederbayern eine Förderung von 36 000 Euro beisteuern, 20 000 Euro trug die Freiwillige Feuerwehr Schöfweg selbst dazu bei. Den Rest der knapp 140 000 Euro Gesamtkosten trage die Gemeinde, informierte Bürgermeister Martin Geier in seinem Grußwort.

Dass neben einer guten Ausrüstung auch die Bereitschaft der Frauen und Männer in der Feuerwehr wichtig ist, betonte die stellvertretende Landrätin Helga Weinberger: „Vielen Dank, dass Sie ausrücken, wenn die Nummer 112 gewählt wird.“

Als Gratulanten war auch eine große Gruppe an Feuerwehrlern aus dem Südtiroler Dorf Lengmoos-Klobenstein in der Gemeinde Ritten angereist. Kommandant Paul Lang überreichte eine neue Uhr für das Feuerwehrhaus als Geschenk.

Für den Hersteller überreichte nun Reinhold Sturm den Schlüssel für das Fahrzeug, „das so flexibel ist wie die Feuerwehr selbst“, an Bürgermeister Martin Geier, der ihn an Kommandant Markus Weiß und Maschinist Michael Roith weitergab.

In einem großen Festzug folgte die Schöfweger Feuerwehr mit ihren Gästen, Vereine und umliegende Feuerwehren dem neuen Fahrzeug in Richtung Festzelt, wo es ein gemeinsames Mittagessen gab. Auch hier sorgte die Blaskapelle Innernzell für gute Unterhaltung. Neben dem Festzelt hatten zahlreiche Wehren und Hilfsdienste ihre Fahrzeuge ausgestellt. Unter anderem konnte man sich von den Möglichkeiten überzeugen lassen, die moderne Drohnen den Einsatzkräften bieten. Die Feuerwehr der Stadt Straubing benutzt diese unbemannten Fluggeräte, um sich aus der Luft einen Überblick über einen Einsatzort zu machen, die Bergwacht setzt ihre Drohne bei der Personensuche im unwegsamen Gelände ein.

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