Artikel Schöfweg

Abwechslungsreiche Ferien

Dass die sechswöchigen Sommerferien auch zu Hause nicht langweilig waren, dafür sorgte das bunte Ferienprogramm des Ilzer Landes. Auch in Schöfweg lockten zahlreiche Aktionen die Kinder in die Natur und auf den Bauernhof.

Mit dem Jäger auf der Pirsch  

Der Schöfweger Jäger, Alexander Wasl, durchstreifte mit zehn Kindern sein Jagdrevier. Über Stock und Stein wanderte die Gruppe an verschiedenen Futterstationen vorbei. Sogar Rehskelette waren unterwegs zu finden. Natürlich wurde auch der höchste Hochsitz bestiegen. Die Kinder waren auch vom Fischweiher, den Biberplätzen, den Fuchsbauten und der Spurensuche begeistert. Auch Rehe konnten angelockt werden. Spielerisch und sehr spannend erklärte Alexander seine Aufgaben als Jäger und fesselte die Kinder mit seinem Wissen über den Lebensraum der Tiere. Wer weiß, vielleicht steckt ja in so manchem Jungen ein kleiner Jäger?  

Mit der Kuh auf MUH und DU am Erlebnisbauernhof Zeintl  

An einem verregneten Tag besuchten 50 Kinder den Bauernhof Zeintl. Die kleinen Bauernhofforscher wurden auf zwei Gruppen aufgeteilt. Nach einem Hofrundgang bei dem alle Tiere begrüßt wurden, erhielt jedes Kind einen Bauernhofforscherpass, mit dem sie an verschiedenen Stationen Stempel sammeln konnten. Auf dem Programm stand: Butter selbst herstellen, Ponyreiten mit  Amelie, Wettmelken, einen Sinnespfad erforschen und Gummistiefelweitwurf. Jedes Kind durfte sich einen Fensterhänger mit Pergamin und Naturmaterialien basteln. Die Materialien haben die Kinder im Wald und im Hof gesammelt. Am Ende wurde der Bauer und die Bäuerin des Tages ermittelt und gekürt. Trotz des schlechten Wetters waren alle begeistert bei der Sache und sogar die Kleinsten gingen mit dem Pass eifrig von Station zu Station.  

Ein Hexenabenteuer auf dem Erlebnisbauernhof Zeintl  

Christiane Zeintl mit Ihren Helferinnen Tochter Amelie, Schwester Sabine und Sonja Mies-Schober verzauberten dreißig Kinder mit dem Märchen „Hänsel und Gretel“. Vor dem Eingang des „Märchenwaldes“ wurde jedes Kind mit einem Symbol auf der Hand gekennzeichnet. Der Märchentisch im Wald wurde von den Kindern mit im Wald gesammelten Dekos gestaltet. Die Erlebnisbäuerin faszinierte die kleinen Zuhörer mit dem ersten Teil der Geschichte „Hänsel und Gretel“. Anschließend mussten verschiedene Aufgaben passend zum Märchen gemeistert werden. Beispielsweise die von Hänsel fallen gelassenen Kieselsteine aufsammeln, oder mit verbunden Augen im Wald gehen und auch viele Gemeinschaftsaufgaben mussten erfüllt werden (Hänsel und Gretel mussten ja auch alles gemeinsam meistern). Nach einem Picknick  ging es dann noch tiefer in den Wald hinein, dort wartete  der zweite Teil der Geschichte auf die Kinder. Gespannt und aufgeregt zog die Gruppe weiter, hier konnten sie dann sinnbildlich den Fluss überqueren (über ein Seil an zwei Bäumen gespannt balancieren) und mit den Schwänen fliegen (auf einer an Baumstämmen befestigten Schaukel schwingen). Ferner konnten die Kinder ein Hexenbild mit Waldmaterialen basten, aus Ton Hexengesichter an Bäumen befestigen und die Jungs bauten natürlich ein Hexenhaus. Kurz vor dem Nachhauseweg war plötzlich ein  lautes Kreischen zu hören. Aufmerksam folgten die Kinder dem Geschrei und fanden eine Hexe! Obwohl die Hexe  brav war und  Edelsteine und Bonbons aus ihrer Schatzkiste verteilte, war ein bisschen Angst  in den Kinderaugen zu sehen.  Nach Übergabe der Tannenzapfenmedaille  durfte jedes Kind einen Traum in eine Seifenblase verwandeln. Zurück am Bauernhof  angekommen wurden noch die Kühe gefüttert, die Pferde gestreichelt und die „kleinen Bauernhoffahrzeuge“ getestet.    

Nachmittag auf dem Erlebnisreiterhof Kreipl  

Auch der Erlebnisbauernhof Kreipl aus der Nachbargemeinde Gratterdorf beteiligte sich am diesjährigen Ferienprogramm.  An zwei Nachmittagen besuchten fünfzehn Kinder den Reiterhof in Oberaign. Nach einem Hofrundgang durften die Pferdeliebhaber die Tiere verwöhnen, füttern, satteln, putzen und natürlich reiten. Die erfahrene Tochter des Hofes Lea, Katharina Murr und die Reitschülerin Tabea Ziert halfen tatkräftig mit und konnten den Kindern vieles über die Pferde erzählen. Zum Ende des ersten Ferientages bastelten die Kinder ganz im Indianerstil und passend zum Thema „Pferd“ Traumfänger und am zweiten Nachmittag ein wunderschönes Blumengesteck aus selbstgesammelten Naturmaterialien. Auch die Spiele mit dem riesigen Schwungtuch begeistern die Kinder! (Nadine Aulinger/Fotos privat)