Artikel Schöfweg

Schöfweg ist offiziell Erholungsort

Die Kriterien sind ebenso hoch wie vielfältig. Neben einer guten Luftqualität und einer landschaftlich schönen Lage müssen zahlreiche allgemeine und spezielle Anforderung an die Infrastruktur, die Nahversorgung oder auch den Umweltschutz erfüllt werden. Außerdem müssen touristische Angebote wie Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und Freizeitmöglichkeiten in der entsprechenden Qualität vorhanden sein.

"Am Ziel eines langen Weges angelangt war die Schöfweger Delegation aus Touristikerin Marianne Zitzelsperger, Tourismusreferent Wolfgang Aulinger und Bürgermeister Martin Geier. Sie bekamen von Ministerialdirigenten Michael Ziegler und Stefan Gruber die Ernennungsurkunde als Erholungsort überreicht."

Schon 2007 hatte Schöfweg unter der damaligen Bürgermeisterin Helga Weinberger einen Antrag auf Anerkennung als Erholungsort gestellt, war aber an Lücken in der Abwasserentsorgung gescheitert. Nun waren diese behoben und der amtierende Bürgermeister Martin Geier lud die Bewertungskommission aus Vertretern der Bayerischen Staatsministerien des Innern, für Bau und Verkehr, für Gesundheit und Pflege sowie für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, den weiteren Mitgliedern des Bayerischen Fachausschusses für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen und der Regierung von Niederbayern erneut ein, sich die Bayerwaldgemeinde unter die Lupe zu nehmen. Einen ganzen Tag nahmen sich die Damen und Herren Zeit, sich ein Bild über Schöfweg zu machen. Bei der anschließenden Abstimmung des Fachausschusses wurde Anfang August einstimmig beschlossen: Schöfweg wird staatlich anerkannter Erholungsort.

Gemeinsam mit der Mitarbeiterin der Tourist Information Marianne Zitzelsperger und dem Touristikreferenten des Gemeinderates Wolfgang Aulinger machte sich Bürgermeister Martin Geier selbst auf den Weg in die Landeshauptstadt, um die Urkunde in Empfang zu nehmen. Ministerialdirigent Michael Ziegler und Regierungsoberinspektor Stefan Gruber händigten der Schöfweger Kommission die Urkunde und den entsprechenden Bescheid aus. „Diese Prädikate werden nicht nachgeworfen“, bestätigte hierbei der Ministerialdirigent, „ die Gemeinden müssten einige Bemühungen unternehmen, um die Anforderungen zu erfüllen.“

Bürgermeister Martin Geier dankte der Kommission und dem Fachausschuss für die zwar strenge aber stets faire Prüfung: „Wenn wir geografisch am Rand Bayerns liegen und nicht die stärkste Wirtschaftskraft haben, so liegen wir in Bezug auf die Schönheit der Natur ganz vorne. Wir dürfen dort wohnen, wo andere Urlaub machen.“ Er betonte die Bedeutung des Prädikates für die Werbung als Urlaubsort. Wichtig ist Geier aber auch, dass mit der Anerkennung als Erholungsort die Möglichkeit geschaffen wird, Kurbeiträge zu erheben. „Wir investieren viel Geld in unsere touristische Infrastruktur, seien es die Pflege der Wanderwege im Sommer wie auch die der Loipen im Winter. Der Kurbeitrag soll hier die Gemeindekasse entlasten.“