Artikel Schöfweg

Frühzeit Gedanken über Rente machen

Altersrente, Hinterbliebenen-Rente, Erziehungsrente oder Erwerbsminderungsrente, für die finanzielle Absicherung nach der Erwerbstätigkeit gibt es eine Vielzahl an Rentenformen, die jeweils mit eigenen Voraussetzungen verbunden sind. In einem Vortrag für den VdK-Ortsverband Schöfweg, stellte die Kreisgeschäftsführerin des Sozialverbandes Brigitte Binder die Rentenformen in Deutschland vor. Dabei ging sie auch auf die seit 1. Juli 2017 eingeführte Flexi-Rente ein.

Der VdK Schöfweg ließ sich von Kreisgeschäftsführerin Brigitte Binder (4. von links) über die Rentenformen informieren. (Foto: Lisa Holler)

Neben der normalen Altersrente ab 67 Jahren, für die bereits 5 Jahre Versicherungszeit ausreichen, gibt es die Altersrente für langjährig Versicherte, für die eine Beitragszeit von 35 Jahren erforderlich ist. Auch hier wurde das Rentenalter stufenweise bis 67 Jahre angehoben. Ab dem 63. Lebensjahr in den Ruhestand könne man gehen, wer hier entweder Abschläge in Kauf nimmt oder 45 Pflichtbeitragsjahre nachweisen kann. Hinzu kommen noch Sonderbedingungen für Frauen, die vor 1952 geboren wurden oder beispielsweise Schwerbehinderte.

Auch bei der Hinterbliebenrente hat sich eine Änderung gegeben. Vor dem 01.01.2002 Verheiratete bekommen 60% der Rente, danach 55% und die Anrechung aller Einkünfte.

„Anders als eine Witwen-oder Witwerrente ist die Erziehungsrente eine eigene Versicherung, die nicht aus der Versicherung des Ehepartners abgeleitet wird“, so Brigitte Binder. Auch hier gebe es eine Reihe von Voraussetzungen, die beachtet werden müssten. Wer wegen einer Krankheit nicht mehr in der Lage sei mehr als sechs Stunden zu arbeiten, dem stehe eventuell auch eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung zu, bei einer Arbeitsfähigkeit unter drei Stunden auch die Rente wegen voller Erwerbsminderung.

Um bei der Vielzahl an Rentenformen und Bedingungen mit den Rentenansprüchen nicht zu scheitern, riet Brigitte Binder riet Brigitte Binder die Rentenbescheide sorgfältig aufzubewahren und zu kontrollieren. Zwischen 55 und 60 Jahren solle man sich umfassend informieren um eine individuell zugeschnittene Rentenform zu finden.

Nach einer lebhaften Diskussion bedankte sich Vorsitzender Martin Geier bei der Referentin für den umfassenden und fachlich äußerst fundierten Vortrag.