Artikel Schöfweg

Mit gemeinsamen Entwicklungskonzept gegen den Trend

Bürgermeister Martin Geier möchte Bürger bei der Entwicklung eines Zukunftskonzeptes für die Gemeinde beteiligen. „Wenn ein FC Bayern-Fan auf eine Jahresrückschau hält, so wird er die Erfolge und Titel aufzählen. Das machen wir in unserem Leben auch ganz gerne. Es gibt aber auch die wütenden Abrechnungen wie zum Beispiel von Trapattoni oder Hoeneß, in der Dinge in schlechtem Licht gezeigt werden“, so Pfarrer Josef Huber in seiner Predigt zum Jahresschluss.

Doch die Wahrheit läge wie so oft in der Mitte. So gäbe es auch im Kirchenjahr Zeiten des Jubels und Glorias und Zeiten der Einkehr und Besinnung.

Im Anschluss an den Gottesdienst in der voll besetzten Schöfweger Pfarrkirche hielt Bürgermeister Martin Geier seinen traditionellen Jahresrückblick. Er griff den Gedanken des so genannten Steinbacher Weges wieder auf, den er im Vorjahr vorgestellt hatte. Er wolle dem Beispiel der oberösterreichischen Gemeinde Steinbach an der Steyr folgen, die eine Abordnung des Gemeinderates im Rahmen eines Besuches kennengelernt hatte. „Diesen Weg möchte ich auch mit den Schöfwegern gehen, gemeinsam mit allen, die mitarbeiten wollen. Er soll unsere Infrastruktur sichern und für die Zukunft stabil machen, wenn nicht sogar gegen den allgemeinen Trend erweitern“, so Bürgermeister Geier.

Die zurückliegenden Wahlen hätten gezeigt, dass die Politik viel an Vertrauen verloren habe. Dies läge an der immer größer werdenden Schieflage des Sozialgefüges und der immer größer werdenden Schere zwischen arm und reich. So entstünde Neid und Hass zwischen unterschiedlichen Personengruppen. Geier mahnte: „Eines darf nicht passieren, dass man grundsätzlich die Demokratie in Frage stellt, die uns seit dem zweiten Weltkrieg Friede beschert hat.“

Auch in der kleinsten politischen Einheit müsse Grundvertrauen die Basis sein, um miteinander Herausforderungen anzupacken. Grundpfeiler hierfür seien die zwanzig Vereine, die in der Gemeinde überdurchschnittliches leisteten. Er dankte auch die Hilfsorganisationen für ihren Einsatz, den Unternehmen und allen Bürgerinnen und Bürgern, die in den Dörfern anpackten und für ein lebenswertes Umfeld sorgten.

„Ich bin gerne Bürgermeister, aber nicht irgendein Bürgermeister sondern Schöfweger Bürgermeister. Und dazu brauche ich euch alle, Schöfweger die Mut haben und anpacken, Schöfweger mit einem gesunden Gemeindestolz, Schöfweger, die offen sind für neue Herausforderungen, die streitbar sind aber immer eine Tür offen haben für Versöhnung“, schloss Geier seine Sylvesteransprache.

Im Anschluss versammelte sich die Gemeinde vor der Kirche, um verdiente Bürgerinnen und Bürger besonders zu ehren. Zunächst dankte Geier den Schöfweger Engerln für ihr Ihren Dienst auf dem Advenstmarkt und der „Engelmama“ Nadine Aulinger für die Organisation des Marktes. Er gratulierte Patrick Denk zum bestandenen Meisterbrief. Magdalena Hartl und Cornelia Zitzelsberger gratulierte er zum 40-jährigen Betriebsjubiläum der Tankstelle. Zum ebenfalls 40-jährigen Bestehen des Frisör-Salons gratulierte Geier Margarethe Hüttinger und Elvira Jostmeyer. Seit 60 Jahren kümmert sich Ria Weber um den Blumenschmuck in der Kirche. Gemeinsam mit Alfons Wimmer, der sich seit 20 Jahren als Kirchenpfleger um die Kirche in Langfurth gekümmerte hatte wurde ihr die Stephanus-Plakette verliehen, eine Auszeichnung, die der Bischof von Passau an Persönlichkeiten verleiht, die sich um die Kirche von Passau in besonderem Maße verdient gemacht haben.