Artikel Schöfweg

Schöfweg will Strukturen erhalten und fördern

Mit den Klängen des Bayern-Liedes leiteten Organistin Heidi Holler unterstützt durch Albert Holler an der Trompete vom kirchlichen zum weltlichen Teil der Schöfweger Jahresschlussfeier über, Anlass für Bürgermeister Martin Geier, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und in das kommende Jahr vorauszuschauen. Der Erhalt und die Stärkung der dörflichen Struktur und der Infrastruktur waren dabei die prägenden Themen der Gemeindepolitik.

So verkündete Geier, dass im neu geschaffenen Baugebiet „Bräugarten“ Ende Januar bereits elf der 15 Parzellen verkauft sein werden. „Ziel war es, unseren jungen Familien zu ermöglichen, sich in der Heimatgemeinde ein Leben aufbauen zu können“, so Martin Geier. Weniger positiv schaut die Entwicklung eines Gewerbegebietes aus. Hier hinge die Zukunft an den Grundstücksverhandlungen. Der Bürgermeister ging auch auf die Diskussionen zu den Themen „Bürgersaal“ und „Dorfladen“ ein. Die Gemeinde wolle auf keinen Fall bestehende funktionierende Strukturen und Geschäfte stören, sonders das Vorhandene erhalten und stärken. Er forderte die Bürgerinnen und Bürger auf, die Geschäfte nicht nur als Notnagel zu sehen, wenn zu Hause gerade ein Lebensmittel ausgeht, sondern verstärkt am Ort zu kaufen.

Mit Sorge betrachtete der Bürgermeister den Rechtsruck in der Gesellschaft und den Erfolg rechter populistischer Parteien. „Wohin führte den der Nationalsozialismus?“, fragte Geier, „in den zweiten Weltkrieg. Aber wer hat den deutschen Sozialstaat aufgebaut? Es waren doch die demokratischen Parteien auf der Grundlage des 1948 verabschiedeten Grundgesetzes. Und wenn wir ehrlich sind, so schlecht geht es uns nicht, wie es oftmals populistisch dargestellt wird.“

Bürgermeister Geier dankte mit Blick auf die Kommunalwahlen im März den Gemeinderäten, die sich nicht mehr aufstellen lassen, für die geleistete Arbeit. Für den kommenden Gemeinderat hätten sich in den drei Listen auch junge und neue Bewerber als Kandidaten bereiterklärt. Er bat um einen fairen Umgang mit allen Kandidatinnen und Kandidaten: „Unangebrachte Stammtischparolen, die die Kandidaten diskriminieren halte ich für nicht angebracht, eine sachliche Kritik kann jeder vertragen.“

Geier dankte allen Menschen, Betriebe, Gruppierungen und Vereinen, die sich für die Kommune als kleinste politische Einheit eingesetzt haben. Nur durch Vertrauen, Zusammenhalt und Gemeinsinn könne man die Herausforderungen der Zeit schaffen.

Im Anschluss traf man sich traditionell vor der Kirche, um mit einem Glas Sekt auf ein gutes neues Jahr anzustoßen. Bürgermeister Geier ehrte hierzu Personen, die im vergangenen Jahr eine besondere Leistung erbracht hatten. Die Anerkennung der Gemeinde sprach er Günter Preikschas aus, der den Meisterbrief erlangte. Den Dank auch im Form eines kleinen Erinnerungsgeschenkes überreichter er auch der diesjährigen Schöfweger Engerl Isabell, Leonie und Vanessa, die mit ihrem Prolog den Adventsmarkt eröffneten. In seinen Dank schloss Geier auch „Engerlmama“ und Jugendbeauftragte Nadine Aulinger ein. Für 20 Jahre als Chorleiterin und Organistin dankte ein gemeinsam mit Pfarrer Josef Huber Heidi Holler, die durch ihr kirchenmusikalisches Wirken einen großen Teil zum Leben der Pfarrgemeinde beitrug.