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Schöfweger Traumpaar ist geschieden

Ottilie vom Sandhaufa und Biggerl von da Rohtau, das einstige Traumpaar der Faschingshochzeit 2013 ist geschieden. Das beschloss auf der Schöfweger Faschingsscheidung das hohe Gericht unter der Leitung von Scheidungsrichter Käthi Feuchtmeir. Beide Parteien beschuldigten sich gegenseitig der ehelichen Entgleisungen. Während Biggerl sich von seiner Frau vernachlässigt fühlte und dieser vorwarf ihrer häuslichen Pflichten nicht nahezukommen, beschuldigte Ottilie ihren Mann des schamlosen Ehebruches „vergleichbar mit einem tollwütigen Hurenbock“.

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Schon auf dem Treffen am Dorfplatz beschuldigten sich beide Parteien, unterstützt von den jeweiligen Familien auf das heftigste, so dass Wachmeister Bierdimpfel seine liebe Not hatte, die öffentliche Ordnung zu waren. Die Scheefinger Blechblodern heizte mit flotter Blasmusik den Besuchern ein. In gemeinsamen Zug ging es dann in den Ort der Gerichtsverhandlung. Das Interesse war so groß, dass die große Halle des Bauunternehmens Hies gerade so ausreichte, um die Besucher zu fassen. Hier sorgten die „Chambtaler“ für musikalische Unterhaltung und die örtlichen Vereine für Speis und Trank. Und schließlich waren alle in bester Stimmung, um der Scheidungsverhandlung beizuwohnen.

Ottilie vom Sandhaufa und Biggerl von da Rohtau schilderten beide, dass es zunächst eine sehr schöne Ehe war, aus der auch zwei Kinder hervorgingen. Doch bald schon wandte sich das Biggerl anderen Frauen zu, um seine von der Oma so hervorgehobene „Leistungsfähigkeit“ unter Beweis zu stellen. Auch wurde das Wirtshaus immer häufiger aufgesucht. Dies sei doch kein Wunder, nachdem Ottilie nichts für ihn kochte, alles selbst aufaß und sich vernachlässigte. Die Vernehmung wurde lautstark von der jeweiligen Familie kommentiert. Das arme Biggerl wäre von Ottilie zunächst verführt und dann verkommen lassen. Die Ottilie, ein Bild von einer Frau würde unter den außerehelichen Abenteuern leiden. Lachende Dritte schien zunächst Roberta zu sein, die schon auf der Faschingshochzeit ihren Anspruch auf den Bräutigam anmeldete. Doch dann erschien Bernadette, Großbauerntochter aus dem Rottal im Gericht nebst ihren sechsjährigen (aber mächtig groß geratenen) Zwillingen. Die beiden „Mädels“ nannten das Biggerl „Papa“ und die selbst ernannte ehrbare Jungfer Bernadette war im achten Monat schwanger.

Da wurde es Richterin Käthi Feuchtmeir zu bunt. Sie schied die Ehe von Ottilie und Biggerl. Die Ehefrau bekam eine Teilschuld, da nach den Genfer Konventionen jedem Gefangenen zumindest eine warme Mahlzeit am Tag zustünde. Biggerl habe an seine Frau eine Sau und auch das Sorgerecht abzutreten. Zusätzlich habe er sich lebenslänglich den Weibern und dem Alkohol fernzuhalten, was sicher der schwerere Teil der Strafe war.