Gemeindearchiv

Gemeindearchiv per EDV erfasst

Auch dieser alte Katasterauszug aus dem Jahr 1869 ist im Online-Archiv enthalten
Am 25.09.2013 übergaben Christian W. Meier und Hermann Kurz das Archiv an die Gemeinde.

Die Aufarbeitung des Gemeindearchivs wurde durch den Archivpfleger für den Altlandkreis Grafenau, Stud. Dir. a. D. Hermann Kurz, angeregt. Gemeinderat Christian W. Meier nahm sich in stundenlanger Arbeit dieser Aufgabe für Schöfweg an.

Doch es gilt eine Einschränkung zu beachten, ab welchem Zeitpunkt Akten vorliegen. Im Jahr 1953 sollte die Gemeinde betreffs der Gewährung von Staatszuschüssen vergleichbare Erhebungen zur Finanzlage der Gemeinde aus früheren Jahren vorlegen. Dazu teilte die Gemeinde mit, dass „ein Aktenvergleich aus der Zeit vor 1939 nicht mehr angegeben werden kann, da beim Einmarsch der Besatzungstruppen und durch einen Brand im Jahre 1946 die Unterlagen vernichtet wurden“. Dieses Feuer hatte am 01.07.1946 das Zitzelsperger-Anwesens schwer in Mitleidenschaft gezogen. Da der Brandleider Johann Zitzelsperger seit Mai 1937 das Amt des 1. Bürgermeisters inne hatte und auch die Gemeindekanzlei in seinem Haus untergebracht war, sind laut Vermerk des früher auch für die Arbeiten eines Gemeindeschreibers zuständigen Hauptlehrers Friedrich Drexel keine heimatgeschichtlichen Unterlagen im Gemeindearchiv vorhanden, weil „am 1. Juli 1946 wurde durch Brand ein Großteil der Akten vernichtet“ oder (wie es an einer anderen Stelle heißt) „die Gemeindekanzlei am 1.VII.1946 abgebrannt ist“. Die angekohlten oder durch Löschwasser stark beschädigten Akten wurden zum größten Teil weggeworfen. Das älteste erhaltene Dokument stammt aus dem Jahr 1859. Es ist eine Beschreibung der Grenzen, der Flächengröße von Feld, Wiesen und Wald in den einzelnen Ortsbereichen sowie des vorhandenen Eigentums und des Inventars der Gemeinde.

Da die Schriftstücke nur liegend gelagert werden, mussten sie aus den Ordnern entnommen werden. Zudem wurden die Büroklammern entfernt. Die aufwändigste Arbeit waren das Sortieren der durch das viele Umräumen ungeordneten Alt-Akten sowie die Zuordnung gemäß dem Einheitsaktenplan für die bayerischen Gemeinden, der weitaus mehr als 1.200 Ordnungsnummern umfasst und ähnlich aufgebaut ist wie die Haushaltsstellen der kommunalen Haushalte. Die erfassten Akten sind bis jetzt in nahezu 765 Faltmappen und 56 Kartons abgelegt. Übereinander ergäbe das einen Turm von knapp acht Metern.

Die Dokumente wurden per Computer in einer Datenbank verzeichnet, aus der anschließend ein Online-Findbuch erstellt wurde. Dieses ist jetzt eines der Online-Findbücher im Landkreis Freyung-Grafenau, so dass jetzt bequem von zu Hause aus recherchiert werden kann, über welche Vorgänge Akten vorhanden sind. Einsehbar sind diese sind jedoch nur nach Anmeldung im Gemeindearchiv.

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