Nachrichten

Neues aus der Grundschule Innernzell-Schöfweg

Kinder entdecken das Handwerk eines Imkers

Wenn es im Unterricht um spezielle Themen geht, lässt die Grundschule Innernzell-Schöfweg gerne einen Fachmann referieren, der nicht nur über ein entsprechend großes Fachwissen verfügt, sondern auch originales Anschauungsmaterial zur Verfügung hat. So war Josef Süß vom Bienenzuchtverein Lalling an der Grundschule Innernzell-Schöfweg zu Gast.

Staunend erfuhren die Kinder, dass ein Bienenvolk aus 50000 bis 60000 Insekten besteht und die Königin täglich 1500 bis 1800 Eier legt. An mehreren Beispielen konnte Josef Süß anschaulich verdeutlichen, wie die Bienen eine vom Imker vorbereitete Wabe nach und nach ausbauen.

Größtes Interesse fand bei den Schülern eine Schauwabe, zwischen zwei Glasscheiben eingeschlossen, die das emsige „Gewusle“ von hunderten Bienen erkennen ließ. Sie konnten sogar der Königin beim Eierlegen zusehen.

Der Bienenexperte erklärte geduldig, welche Arbeiten ein Imker zu verrichten hat, damit am Ende gesunder Honig „geerntet“ werden kann. Von den mitgebrachten Waben durften die Kinder dann auch selber Honig schleudern, nachdem die Wachsdeckel entfernt worden waren. Zum Schluss wurden eifrig Honigbrote verzehrt und jedes Kind erhielt ein kleines Glas als Geschenk, abgefüllt mit selbst geschleudertem Blütenhonig.

Fachoberlehrerin Susanne Pöhn, die das Projekt initiiert hatte, zeigte sich ebenso erfreut über das große Interesse der Kinder wie Schulleiterin Corinna Lang: „Honigbienen haben in unseren Breiten ohne menschliche Hilfe heute kaum mehr Überlebenschancen. Andererseits sind Bienen aufgrund ihrer Bestäubungsleistung bei den meisten bunt blühenden Pflanzen - Nutzpflanzen und Wildpflanzen gleichermaßen - für uns alle lebensnotwendig. Es ist deshalb wichtig, dass es Menschen gibt, die sich mit Bienen befassen und den Kindern den Schutz dieser Insekten ans Herz legen.“