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Betreuungslücke geschlossen

Markt Schönberg. Alle wollen es, aber wer braucht es nun? Das muss sich zeigen. Per bayerischem Gesetz wurden die Kommunen verpflichtet, Ganztagsbetreuung anzubieten und dann auch in den Ferien schrittweise die Lücke zu schließen. Das Angebot in Schönberg steht ab den Herbstferien. Aber es muss sich auch noch einspielen.

Bürgermeister Martin Pichler und Kollegen aus der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg, Saldenburg, Zenting und Thurmansbang haben sich da zusammengesetzt. Michaela Gampe von der Verwaltung, Schulleitung der Dietrich-Bonhoeffer-Schule sowie Kreis-Caritasverband Freyung-Grafenau e.V. lieferten den organisatorischen und räumlichen Unterbau. So sind ab sofort neben der laufenden „Offenen Ganztagsschule“ während der Schulwochen zusätzlich die Ferien weitgehend abgedeckt, damit gerade berufstätige Eltern sich ihre Zeit in Job und Familie leichter organisieren können. Pichler freute sich, dass mit dem Kreis-Caritasverband Freyung-Grafenau e.V. ein leistungsfähiger Partner gefunden wurde, der zur Ganztagsbetreuung der Schulwochen nun auch die Ferienlücken schließen kann und will.

Was in größeren Städten oft reibungslos läuft und gerne angefragt wird, braucht am Land erst noch Einlaufzeit. Denn hier federn öfter Großeltern oder klassischere Familienstrukturen solche Zeiten ab. Außerdem: während das Angebot an Schultagen kostenlos ist, wird für Ferienbetreuung durchaus Geld als Eigenbeitrag fällig. Täglich etwa 5 Euro pro Stunde sind relativ günstig und noch nicht einmal wirklich kostendeckend für Programm, Essen und kompetentes Personal in gut ausgestatteten Räumen. Aber da kommen doch schnell 200 Euro für eine Woche zusammen, die einem einkommensschwächeren Haushalt auch schmerzen können. Deshalb schießen die Buchungszahlen momentan – wie erwartet - noch nicht durch die Decke, obwohl das Angebot für drei Schulverbände gilt. Der Rechtsanspruch besteht zwar erst stufenweise zunächst ab der ersten Klasse. Trotzdem können in Schönberg bereits alle Kinder bis zur 4. Klasse dafür angemeldet werden. So besteht die Hoffnung und Erwartung, wird es sich Schritt für Schritt finden, dass Eltern den Nutzen schätzen, das Geld als gut angelegt für eigene Flexibilität im Job verstehen und - so wie früher bei Kitas - die Akzeptanz und Resonanz mit der Zeit wächst.

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